Es kann in einem Aufruf gegen den Faschismus keine Aufrichtigkeit liegen, wenn die gesellschaftlichen Zustände, die ihn […] erzeugen, in ihm nicht angetastet werden.

Bertolt Brecht

(1898–1956)

Dramatiker

Thüringer Bündnisse, Initiativen und Netzwerke gegen Rechts

Zeitzeugen im Gespräch 2013: Naftali Fürst (Israel)

Öffentliches Zeitzeugengespräch mit dem ehemaligen Häftling des Konzentrationslagers Buchenwald Naftali Fürst (Israel). Daniel Gaede, Leiter der pädagogischen Abteilung der Gedenkstätte Buchenwald, wird moderieren.

„Naftali Fürst, der heute in Israel lebt, wurde 1942 gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder aus seiner Heimatstadt, dem slowakischen Pressburg, in das Lager Sered und später nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Anfang 1945 kam er nach Buchenwald, wo er zunächst im Kinderblock 66 untergebracht war. Einige Tage nach der Befreiung fertigte der Amerikaner Harry Miller im dortigen ,Kleinen Lager‘, einer Sterbebaracke, eine Fotografie von ausgemergelten Häftlingen an. Das Bild, das bereits wenige Tage später um die Welt ging, zeigt u.a. den 12-jährigen Naftali Fürst, der später dazu sagte: ,Ich war schon fast auf der anderen Seite.‘ Der heute 81-Jährige, der über seine Erlebnisse ein Buch geschrieben hat, schilderte dem Publikum bewegende Szenen aus seinem Leben, das von Verfolgung, Deportation und Lagerhaft geprägt war.“ (Quelle: © Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Termin: Freitag, 12.4.2013, 19.30–21.30 Uhr, Stadtmuseum im Bertuchhaus, Karl-Liebknecht-Straße 5, Weimar
Infos:https://www.facebook.com/events/143581135823712/ und http://www.bgr-weimar.de
Veranstalter: Eine gemeinsame Veranstaltung des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus Weimar und der Gedenkstätte Buchenwald
Ausschlussklausel: Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungs gesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.